Bürger-Schützen als starker Partner

Sie stand schon fast vor der Auflösung, doch jetzt lebt die Internationale Blankenburg-Vereinigung (IBV) wieder auf. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung wurde mit Dr. Herbert Hülsken ein neuer Vorsitzender gefunden. Außerdem wurde jetzt die Verbindung mit dem Traditionsverein Bürger-Schützen Wesel intensiviert, ferner wird im kommenden Jahr das 25-jährige Bestehen der IBV mit einem großen Konzert zu Ehren des Marschkönigs Hermann Ludwig Blankenburg gefeiert.

Mitglieder aus der ganzen Welt

Seit 1978 gibt es diese Vereinigung, die inzwischen 103 Mitglieder hat. Darunter viele Blankenburg-Fans aus dem Ausland. So kann Geschäftsführer Heinz Breuer auf Mitglieder aus Japan, den USA und aus vielen europäischen Ländern verweisen. Doch trotz der internationalen Kontakte und Anerkennung drohte die Auflösung des Vereins. Denn es fand sich kein neuer Vorsitzender, und Manfred Schustereit, seit 1991 im Amt und verantwortlich für die Herausgabe von zwei CDs und dem Blankenburg'schen Werkeverzeichnis, wollte sich aus Altersgründen - er ist 74 - zurückziehen. Ohnehin gestaltete sich die Vorstandsarbeit nicht immer ganz einfach, denn Schustereit wohnt in Ladelund nahe der dänischen Grenze. Die Vereinsarbeit lag daher bei Geschäftsführer Heinz Breuer. Dem ehrenamtlich auch in anderen Bereichen engagierten Hamminkelner gelang es, mit den Weseler Bürger-Schützen einen starken Partner für die IBV zu finden. Mehrere Schützen traten der Blankenburg-Vereinigung bei, auch der neue Vorsitzende Dr. Herbert Hülsken ist Bürger-Schütze und Chef der vierten Kompanie.

Der berühmte Komponist Blankenburg lebte zwar 40 Jahre in Wesel, doch die Vereinigung wurde in Haldern (Isselburg) gegründet. Die Stadt, eine Hochburg für Blasmusik, engagierte sich stärker als Wesel für den Marschkönig und seine Werke. Inzwischen hat der Komponist jedoch auch in der Kreisstadt die ihm gebührende Anerkennung gefunden. Davon zeugen die Blankenburgstraße und ein Denkmal. Und mit einer Satzungsänderung gelang der Vereinigung jetzt eine weitere Annäherung an Wesel. Sollte der Verein wirklich einmal aufgelöst werden, so geht das wertvolle Archivgut - vor allem das Notenmaterial - an die Weseler Bürger-Schützen. Bisher stand Isselburg als Begünstigter in der Vereinssatzung.

Geschäftsführer Breuer, selbst Bürger-Schütze, begrüßt diese Entwicklung. Er ist auch stolz darauf, dass mit Wolfgang Blankenburg ein Urenkel des Komponisten zu den Mitgliedern gehört. Der Nachkomme des Marschkönigs aus Wesel, selbst Musiker, war jetzt eigens aus der Pfalz zur Versammlung angereist. (hgl)